Elena - Die neue Vorratsdatenspeicherung

Februar 3rd, 2010 Posted in Veranstaltungen | 1 Comment »

o Das ELENA-Verfahren (elektronischer Entgeltnachweis) ist ein Verfahren,
mit dem ab dem 1. Januar 2012 in Deutschland Einkommensnachweise
elektronisch erbracht werden sollen. Die Meldung der Daten durch die
Arbeitgeber erfolgt bereits seit dem 1. Januar 2010.

o ELENA speichert nicht ‘nur’ Name, Geburtsdatum, Versicherungsnummer,
Adresse, etc. sondern auch Fehlzeiten, Abmahnungen, mögliches
“Fehlverhalten”..

o Die Informationen werden bereits jetzt von den Arbeitsagenturen
in der Bescheinigung zum Arbeitslosengeld abgefragt.

o Mehrere Online-Petitionen gegen ELENA wurden beim Deutschen
Bundestag eingereicht.

Vortrag “ELENA - ein schöner Name - aber auch eine schöne Sache?”
Werner Hülsmann, Diplom-Informatiker und Datenschutzexperte.
Mi.10.02.10 18:00 Uhr, Seminarstraße 20, Raum 15/131 (EW Gebäude)


PanoptikOS - Nächstes Treffen

November 10th, 2009 Posted in Sonstiges, Veranstaltungen | No Comments »

PanoptikOS trifft sich wieder regelmäßig!

jeden gerade Montag im Café Mano Negra (gegenüber vom AStA) ab 20.00 Uhr.

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen!


Menschenrechte in Zeiten des Terrors - auf dem Weg in einen präventiven Sicherheitsstaat?!

April 23rd, 2009 Posted in Uncategorized, Veranstaltungen | No Comments »

Dr. Ralf Gössner
Vizepräsident der “Internationalen Liga für Menschenrechte”

Der staatliche „Antiterrorkampf“ stellt sich immer mehr als ein enormes
Umorientierungs-, Umerziehungs- und Umgestaltungsprogramm heraus. Es
geht anscheinend um ein Programm der Demontage hergebrachter Grund-
sätze des Völkerrechts, der Menschen- und Bürgerrechte und des liberal-demokratischen Rechtsstaates. Ist dieser Prozess der Entgrenzung staatlicher Macht, der Militarisierung der „Inneren Sicherheit“, der Zentralisierung und Vernetzung aller Sicherheitsbehörden noch aufzuhalten und welche Möglichkeiten der bürgerrechtlichen Gegenwehr verbleiben?

Der Rechtsanwalt und Publizist, Rolf Gössner, verfolgt diese verhängnisvolle Entwicklung seit vielen Jahren und in zahlreichen Artikeln und Büchern – zuletzt in: „Menschenrechte in Zeiten des Terrors“. Darin deckt er die oft skandalösen Kollateralschäden des staatlichen Antiterrorkampfes an der „Heimatfront“ auf und zieht kritisch Bilanz darüber, was sich seit dem 11.9.2001 im Namen der Freiheit und Sicherheit hierzulande verändert hat und wohin die Reise geht.

EW-Gebäude Raum 15/111
Mittwoch 29.04, 19:00 Uhr


Bayrisches Versammlungsgesetz größtenteils verfassungswidrig

Februar 27th, 2009 Posted in Uncategorized | 1 Comment »

BVG gibt der Verfassungsbeschwerde teilweise Recht

Gegen das seit dem 1.10.08 in Bayern geltende Versammlungsgesetz, das als Vorlage für das geplante niedersächsische Versammlungsgesetz dient, wurde von Gewerkschaften, Parteien und anderen Gruppen eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe eingereicht. Am Freitag, 27.02.09 hat das BVG dem Eilantrag der Beschwerdeführer, der sich annähernd gegen das gesamte Gesetz richtet, teilweise Recht gegeben.

Nachdem die bayrische Landesregierung Mitte 2008 gegen einen breiten gesellschaftlichen Widerstand eine Verschärfung des Versammlungsgesetzes vorgenommen hat, erteilen die Richter in Karlsruhe diesem Vorhaben eine deutliche Absage. Neben den Bußgeldvorschriften und der „Kooperationspflicht“ setzt das Bundesverfassungsgericht auch das sogenannte Militanzverbot einstweilen außer Kraft. Das verdachtsunabhängige Aufzeichnen von Versammlungen wird ebenso moniert wie auch die Speicherung der Daten in alle Ewigkeit. „Eine solche anlasslose Datenbevorratung, die allein an die Wahrnehmung der Versammlungsfreiheit und damit an das Gebrauchmachen von einem für die demokratische Meinungsbildung elementaren Grundrecht anknüpft, führt zu durchgreifenden Nachteilen“, heißt es in der Begründung dazu.

Die Verfassungsbeschwerde kritisierte den „versammlungsfeindlichen Charakter des Gesetzes als Ganzes sowie seiner Regelungen im Einzelnen. Die Vorschriften führten zu bürokratischer Gängelei und Kontrolle der Bürger, die von der Wahrnehmung der Versammlungsfreiheit abschreckten.

Durch dieses Urteil zeigt das BVG auch allen Bestrebungen der niedersächsischen CDU-FDP-Landesregierung die Rote Karte, ein entsprechendes Gesetz in Niedersachsen auf den Weg zu bringen.

Das Bündnis gegen das geplante niedersächsische Versammlungsgesetz warnt vor voreiliger Euphorie. Obwohl sich das BVG in den letzten Jahren eindeutig gegen die weitere Beschneidung der Grundrechte ausgesprochen hat, werden die Politiker nicht müde, immer neue Vorstöße zu wagen. Nur ein breiter gesellschaftlicher Widerstand kann auf Dauer eine Versammlungsfreiheit erkämpfen, die ihren Namen auch verdient.

Gegen die Verschärfung der Versammlungsgesetze in Bayern, Niedersachsen und anderswo!

Gegen Überwachungswahn und Polizeistaat!

Für freie Versammlungen!

Pressemitteilung des BVG

Bündnis gegen das Niedersächsische Versammlungsgesetz


Überwachung des Surfverhaltens

Februar 25th, 2009 Posted in Uncategorized | No Comments »

Mit dem geplanten Gesetz “zur Stärkung der Sicherheit in der Informationstechnik des Bundes” ist zu befürchten, dass die vorhandene Vorratsdatenspeicherung ausgeweitet wird und nun auch das verdachtslose Aufzeichnen von Kommunikationsinhalten im Internet droht.

Pressemitteilung vom akvorrat


Überwachung & Kriminalität

Februar 18th, 2009 Posted in Uncategorized | No Comments »

In Spanien verfolgt die Polizei gerade verstärkt Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung. Es wird von regelrechten “Jagdszenen” geredet. Hier wird sichtbar, wie staatliche Überwachungs- und Repressionsmaßnahmen völlig losgelöst von tatsächlich vorliegenden Tatbestände eingesetzt werden. Bewusst wird eine Kriminalisierung und Stigmatisierung von Menschen fokussiert, die wiederum zum Ausbau und zur Bestätigung von Feinbildern und Vorurteilen beitragen. Die Gewerkschaft der spanischen Polizei hat dazu Tacheles geredet:

“Es heißt zwar, dass man damit die Kriminalitätsrate senken möchte. Aber ich mir absolut sicher, dass 99 Prozent der Festgenommenen keine Vorstrafen haben und nicht einmal wissen, was eine Straftat ist. Es werden also keine Kriminellen festgenommen. Statt dessen verhaften wir Leute auf dem Weg zur Arbeit oder Hausfrauen, die das Mittagessen für ihre Familie einkaufen. Wir Polizisten haben das einfach satt.”

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Anti-Repressions-Tagung in Osnabrück ohne Schäuble

Januar 29th, 2009 Posted in Uncategorized | No Comments »

Am Wochenende (24./25.1.2009) fand in Osnabrück eine zweitägige Tagung zu den Themenkomplexen Überwachung und Repression statt. Etwa 70 Personen kamen ins selbstverwaltete Zentrum SubstAnZ und füllten die zahlreichen Vorträge und Workshops mit Leben.

Der geladene Innenminister Wolfgang Schäuble ließ schriftlich mitteilen, dass er zeitlich leider nicht zum Thema „BKA – Die neue Stasi“ referieren könnte, wünschte den TeilnehmerInnen aber eine gelungene Tagung. Der verlesende Brief sorgte gleich zu Beginn für einiges Gelächter. Eine Auseinandersetzung mit dem neuen BKA-Gesetz gab es dann aber doch. Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Hannover fasste die Geschichte und den Ausbau der Befugnisse des Bundeskriminalamtes zusammen und stellte deutlich heraus, dass es beim neuen Gesetz um weit mehr, als nur den Bundestrojaner geht.

Um die Überwachung von Telefonen und Handys ging es in einem weiteren Referat. Inwieweit Handys als Wanzen verwendet werden können und was technisch überhaupt möglich ist, sorgt immer wieder für Verwirrung und Irritation. PanoptikOS versuchte in die vielen Gerüchte und Ungereimtheiten etwas Klarheit zu bringen.

In einem „reclaim your computer“-Workshop wurden die TeilnehmerInnen durch den Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Münster mit vielen praktischen Infos versorgt, wie sie ihre Technik wieder ein Stück selbstbestimmter und mit weniger Risiken einsetzen können.

Auch gab es am Samstag noch einen Demo-Sani-Workshop, bei dem die Demo-Saniäter_innen Osnabrück von ihren Erfahrungen auf Demonstrationen berichteten. Neben den besonderen Gefahren auf Demonstrationen wurden auch zahlreiche medizinische Ratschläge erteilt.

Den inhaltlichen Abschluss des ersten Tages bildete eine Einführung in das geplante neue Niedersächsische Versammlungsgesetz. PanoptikOS führte in das Gesetz ein und problematisierte die darin geplanten umfangreichen Verschärfungen und Gefahren für die Anmeldung und die Teilnahme an einer Demonstration sowie den steigenden unkontrollierten Ermessensspielraum der zuständigen Behörden. Anschließend gründete sich dann auch gleich ein Bündnis gegen das neue Niedersächsische Versammlungsgesetz.

Der erste Tag endete mit einem Konzert der Berliner Öko-Gangster-Rapper von Schlagzeiln und dem Rapper Disco unter dem Motto „Beats against Repression“, an dessen Beginn über das akut räumungsbedrohte Versetzt in Münster berichtet wurde.

Nach einer kurzen Nachtruhe startete der zweite Tag der Tagung mit dem Thema Videoüberwachung. Die immer stärker fokussierte und geforderte Überwachung von öffentlichen Räumen führt in vielen Städten zu einem alarmierenden Bild. Ein für alle mitgestaltbares Überwachungswiki soll das Ausmaß sichtbar machen und zugleich für tieferliegende Entwicklungen sensibilisieren.

Rena Tangens vom FoeBuD kam in ihrem Referat auf die Gefahren von RFID zu sprechen. Als Aktivistin der ersten Stunde konnte sie von zahlreichen erschreckenden Einzelfällen und kreativen Formen des Widerstands berichten.

Der Chaostreff Münster/Osnabrück thematisierte die Vorratsdatenspeicherung, die alles andere als ein alter Hut ist. Die zahlreichen Unklarheiten, was denn nun genau gespeichert wird, wer speichern muss und was das Bundesverfassungsgericht am Gesetz schon einschränkte, bildeten den Ausgangspunkt des Vortrags.

Die Rote Hilfe Osnabrück informierte abschließend über die Formen und den Umgang mit staatlicher Repression und wies auf die Rechte und sinnvolles Verhalten in solchen Situationen hin.

Die ganze Zeit arbeitete eine Okü-Gruppe unermüdlich am kulinarischen Wohlergehen aller Teilnehmer. Leider deckten die Spenden nicht die Ausgaben…

Rolf Gössner, der zum Thema „Menschenrechte in Zeiten des Terrors – Auf dem Weg in einen präventiven Sicherheitsstaat“ sprechen wollte, musste leider kranheitsbedingt absagen, was dem gelungenen Verlauf aber keinen Abbruch tat. Er bot an, seinen Vortrag demnächst nachzuholen, was in näherer Zukunft auch stattfinden wird.

Wir danken den vielen helfenden Händen, die die Tagung möglich machten und den zahlreichen Besuchern!


1. Bündnistreffen gegen das neue Niedersächsische Versammlungsgesetz

Januar 11th, 2009 Posted in Uncategorized, Veranstaltungen | No Comments »

Im letzten Jahr verschärfte Bayern als erstes Bundesland, ermöglicht durch die neuen Länderkompetenzen der Föderalismusreform 2006, sein Versammlungsrecht. In Bayern gelten seit Oktober 2008 zahlreiche neue Auflagen, die Ausrichtung und Teilnahme an Demonstrationen oder Versammlungen erheblich beeinträchtigen.

Angefangen bei der Definition, dass eine Versammlung schon dann bestehe, wenn sich zwei Personen zur „Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung“ treffen, über die geschaffene behördliche Möglichkeit zur Willkür beim Militanzverbot oder bei der Nutzung der Videoüberwachung, ist nun ebenfalls eine weitreichende Kooperation der VeranstalterInnen mit der Polizei verpflichtend, die bei kleinsten Abweichungen oder verzögertem Eingreifen erhebliche Straf- und Bußgeldvorschriften nach sich zieht. Ebenso sehen sich die TeilnehmerInnen einer Demo nunmehr einer Vielzahl neuer Sanktionsmaßnahmen ausgesetzt. Insgesamt wurde damit die restriktive Praxis von Behörden und Rechtssprechung in den letzten Jahren erstmalig in Gesetzesform gegossen, besiegelt und weiterausgebaut.

Ungeachtet des massiven Widerstands, den das bayrische Versammlungsgesetz angefangen von Großdemonstrationen bis hinzu Verfassungsklagen nach sich zog, verkündete im Herbst 2008 die Niedersächsische Landesregierung, sie wolle dem Vorbild Bayerns nacheifern und ebenfalls ein neues Versammlungsgesetz im bayrischen Geiste auf den Weg bringen. Voraussichtlich Ende Januar sollen die Lesungen im Landtag beginnen.

Bereits vor einigen Monaten wurde ein Bündnis gegen das neue Niedersächsische Versammlungsgesetz ins Leben gerufen. In ihm soll über das repressive Vorhaben informiert und Widerstand organisiert werden. Alle sind eingeladen und aufgefordert sich dem Bündnis anzuschließen!

Ein erstes Bündnistreffen, bei dem das zukünftige Vorgehen geplant werden soll, findet statt am:

Samstag, 24.01.2009 - 16:30 Uhr - Osnabrück: Liebigstraße 29
im selbstverwalteten Zentrum: SubstAnZ

Das Treffen findet während der Anti-Repressions-Tage statt.

Mehr Infos unter: http://versammlung.diegedankensindfrei.org/
Einladungsflyer


Bundesweiter Aktionstag gegen Repression am 13.12.2009

Dezember 16th, 2008 Posted in Uncategorized | 1 Comment »

Für den 13.12.2008 hatten verschiedene linke Gruppen zu einem dezentralen Aktionstag gegen Repression aufgerufen. Anlass ist der momentan laufende Prozess gegen drei Berliner Antimilitaristen, denen neben versuchter Brandstiftung, Mitgliedschaft in der Militanten Gruppe (mg) vorgeworfen wird. Der Aktionstag sollte die Solidarität mit den Angeklagten ausdrücken und ein Zeichen gegen die zunehmende Repression gegen linke AktivistInnen setzen. In einigen Städten in der BRD und auch international fanden verschiedene Aktionen wie Demonstrationen, Veranstaltungen und Plakat-bzw. Transpiaktionen statt. Im Folgenden soll ein kurzer Überbick zu den gelaufenen Aktivitäten im Rahmen des Aktionstages rund um den 12. und 13. Dezember gegeben werden.

Infos: http://de.indymedia.org/2008/12/236270.shtml

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Anti-Repressions-Tagung

Dezember 10th, 2008 Posted in Veranstaltungen | No Comments »

Wir beobachten derzeit auf verschiedenen Ebenen, wie Überwachungstendenzen besonders in den letzten Monaten stark zunehmen. Ob BKA-Gesetz, Vorratsdatenspeicherung oder das neue niedersächsische Versammlungsgesetz; mit ständig neuen Beschränkungen, Maßnahmen und Gesetzen werden individuelle und gesellschaftliche Freiräume und Freiheitsrechte immer wieder das Ziel staatlicher Repression. Praktisch kommt niemand, der/die sich heute gesellschaftskritisch engagieren möchte daran vorbei, sich mit dem Thema Überwachung auseinanderzusetzen.

Aus diesem Grund veranstalten wir eine Anti-Repressions-Tagung, auf der wir in Workshops und Vorträgen darüber informieren und diskutieren wollen, wo konkrete Gefahren in der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung lauern und wie wir ihnen begegnen können.

Datum: 24./25.01.2009

Ort: SubstanZ

Infos: http://tagung.diegedankensindfrei.org/